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Probefahrt mit Triumph Street Triple

Das gestrige schöne Wetter habe ich genutzt, um mal wieder eine Probefahrt mit einem anderen Motorrad zu machen. Eigendlich wollte ich die Speed Triple, also die Große mit 1050 ccm fahren. Leider hatte der Händler, Motorrad Kröber in Oberhausen, keine Probefahrtmaschine da, sodass ich dann die Street Triple, die „Kleine“ mit 675 ccm, gefahren bin. Wie ich dann später festgestellt habe, ist die Speed zu hoch für mich, die hätte ich sowieso nicht gefahren, da ich schon mal schlechte Erfahrung gemacht habe mit einem Probefahrtmopped, bei dem ich nicht mit beiden Beinen auf den Boden kam… 😥


Nachdem der Papierkrieg erledigt war, waren erst einmal zwei Leute nötig, um den Kilometerstand abzulesen. Da braucht man wohl PC-Kenntnisse für…
Als das auch erledigt war, konnte es losgehen. Nach wenigen 100 Metern bekam ich einen riesen Schreck, da mir eine gleissend, helle, blaue LED-Leuchte entgegen leuchtete. Diese ging immer bei 5000 Umin an. Ich dachte erst, dass das eine Leuchte ist, die warnt, wenn der Motor noch zu kalt ist, aber sie blieb auch bei warmen Motor an. Wie sich herausstellte, war es der Schaltblitz, der etwas niedrig eingestellt war. Bei 14.000 Umin beginnt der rote Bereich!
Die Sitzposition ist sehr fahraktiv. Hoch, leicht nach vorn übergebeugt, was dem Kurvenfahren sehr entgegen kommt, aber auch den Nachteil hat, dass die Handgelenke belastet werden und schon nach kurzer Zeit schmerzen. Fahrwerk ist gut, habe jetzt nichts negatives festgestellt. Nicht zu hart und nicht zu weich, passte für mich. Und Einstellmöglichkeiten hat man auch noch genug.
Was mir aufgefallen ist, das die Street nicht so satt auf der Strasse liegt, wie die Fazer. Bei höherer Geschwindigkeit geradeaus wirkt sie leicht nervös. Das ist wohl der Nachteil der Handlichkeit. Da kommt mir die Fazer dann auch etwas träger vor.
Motor ist klasse. Für den doch kleinen Motor ist der Durchzug von unten heraus sehr gut. Die Gänge sind irgendwie sehr lang, man kann im 3. durch die Ortschaft fahren und dann Gas geben und 100 auf der Landstrasse, ohne dass der Motor zu hoch dreht. Bei 14.000 Umin beginnt der rote Bereich, der Drehzahlbegrenzer setzt aber schon bei 12.500 Umin ein. Den 5. und 6. Gang habe ich gar nicht gebraucht.
Auf der Autobahn bin ich dann auch mal 170 km/h gefahren. Ist bei einem Naked Bike schon mächtig anstrengend. Hätte nicht gedacht, dass die Fazerverkleidung doch so viel Winddruck abhält. Der Motor zieht aus jedem Drehzahlbereich sauber und kraftvoll durch. Kein Bereich der kraftlos und schlapp wirkt, wie bei der BMW F 800, oder ein Leistungsloch hat.
Auch die Verarbeitung des Motorrades ist gut. Es wurde viel Metall verbaut. Zumindest, das ,was nach Metall aussieht, ist auch Metall und kein Kunsstoff. Dagegen wirkt die F 800 richtig billig. USD-Gabel und Nissin-Radialbremsen sind zudem verbaut.
Die Optik gefällt mir gut, aber bei den beiden „Streetfighter“-Scheinwerfern bin ich mir noch nicht sicher, ob ich nicht andere Scheinwerfer montieren würde.
Als Fazit für mich: Sehr gutes, hochwertiges Motorrad zum akzeptablen Preis. Entspricht aber nicht ganz meinem Fahrstil. Ist für den sportlichen Fahrer, der in Wohnortnähe Kurven räubert, möchte man aber auch Touren fahren, ist das Motorrad nicht ideal.