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Probefahrt BMW F 800 R

Da man sich ja auf dem Laufenden halten muss, habe ich mich mal für eine Probefahrt bei BMW angemeldet. Die Testberichte in diversen Zeitungen lasen sich recht vielversprechend, sodass mein Interesse geweckt war und ich die F 800 R mal fahren wollte.

Bei der Übergabe habe ich eine kurze Einweisung erhalten. Dabei wurde das Mopped angemacht. Im ersten Moment war ich positiv überrascht über den tiefen, satten Klang. Beim Fahren wurde im Laufe der Zeit der Klang aber nervig, irgendwie künstlich, unecht. Man hat das Sounddesigning herausgehört. Wie bei diesen Bose Soundsystemen. Im ersten Moment unglaublicher Bass, bei längerem Hören wird es nervig, weil unecht.
Zurück zur BMW. Beim Losfahren habe ich gedacht, das Ding setzt sich gar nicht in Bewegung. Musste nochmal auskuppeln richtig Gas geben und einkuppeln um voran zu kommen.
Um es kurz zu machen, unter 4000 passiert gar nichts, bis 7000 solala, darüber läuft es dann bis 8500, da beginnt der rote Bereich, bei 9000 wird abgeriegelt. Bin noch nie so häufig in den Drehzahlbegrenzer geraten wie bei der BMW.
Die Schaltung ist butterweich, da kann Yamaha sich ein paar Scheiben von abschneiden. Die Getriebeübersetzung ist viel zu lang. Um im Landstrassentempo rumzufahren kann man max. im 4. fahren. Der 5. und 6. ist nur ein Overdrive. Da kommt die Karre gar nicht aus dem Quark.
Das Fahrwerk ist erste Sahne, wirklich superhandlich und die Unebenheiten werden auch weggeschluckt. Die Bremsen sind auch klasse, ABS habe ich allerdings nicht getestet. 😉
Die Verarbeitung ist nicht so toll. Primitive Optik der Scheinwerfergehäuse und die Befestigung des Bremsflüssigkeitsbehälter ist ein schlechter Witz. Für ein so hochpreisiges Produkt nicht akzeptabel.

Fazit: Für mich keine Alternative zur Fazer.